Das Nordische Modell
Aufklärung und Prävention
Das Nordische Modell setzt nicht nur auf den Schutz der Betroffenen, sondern auch auf gesellschaftliche Aufklärung. Die Öffentlichkeit soll über die Zusammenhänge von Prostitution, Ausbeutung, Menschenhandel und geschlechtsspezifischer Gewalt informiert werden. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Lebensrealität vieler Menschen in der Prostitution zu schärfen und Vorurteile sowie Verharmlosungen abzubauen.
Prävention richtet sich dabei auch an die Nachfrageseite. Männer, die sexuelle Handlungen kaufen oder einen Sexkauf in Betracht ziehen, müssen über die Folgen ihres Handelns aufgeklärt werden. Nur wenn die Nachfrage nach käuflichem Sex zurückgeht, kann Ausbeutung langfristig wirksam reduziert werden.
Webinare des BVNM
Der BVNM bietet regelmäßig oder auf Anfrage kostenlose Webinare an.
Inhaltliche Aspekte
- Die aktuelle rechtliche Lage in Deutschland
- Die Situation prostituierter Menschen
- Folgen der Legalisierung des Prostitutionsmarktes
- Kritische Auseinandersetzung mit Mythen um Prostitution
- Die Freier und andere Profiteure
- Das Nordische Modell und seine Säulen
- Das Nordische Modell und seine Umsetzung - Länderbeispiele
Zielgruppe
- PolitikerInnen
- Politische MandatsträgerInnen
- Gleichstellungsbeauftragte
- Beschäftigte bei Städten, Kommunen und Gemeinden
- Politische ReferentInnen und
- interessierte Menschen.
Wir vereinbaren gern persönliche Gespräche nach Absprache. Bitte schreiben Sie uns dazu an.
Weitere Termine auf Anfrage.
Dauer: 90 Minuten
Kosten: kostenlos
Webinar: Argumentationshilfen
Mythen
Lerne, wie du folgende Mythen widerlegst:
- Prostitution hat es schon immer gegeben
- Die Vergewaltigungen nehmen zu, wenn man Prostitution verbietet
- Prostitution ist eine Arbeit wie jede andere (“Sexarbeit ist Arbeit”)
- Prostitution ist eine Möglichkeit für migran-tische Frauen, hier gutes Geld zu verdienen.
- Prostitution ist sexuelle Selbstbestimmung für die Frau
- Menschenhandel und Prostitution lassen sich trennen
- Verdrängung in die Illegalität: Verbote aller Art führen zu einer Abwanderung der Prostitution in den Untergrund, wo man Betroffene dann nicht mehr erreicht.
Zielgruppe
Alle Interessierte, die aktiv werden wollen, sich jedoch noch nicht sicher in der Argumentation fühlen
Termine auf Anfrage
Dauer: 90 Minuten
Kosten: kostenlos
Kinder und Jugendliche stärken
Prävention beginnt lange vor dem Einstieg in die Prostitution und den Sexkauf. Kinder und Jugendliche müssen frühzeitig darin gestärkt werden, ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen und zu schützen. Dazu gehört die Vermittlung eines Verständnisses von Sexualität, das auf gegenseitigem Respekt, Freiwilligkeit und echtem Konsens basiert. Der Grundsatz „Nur Ja heißt Ja“ muss dabei selbstverständlich sein.
Gleichzeitig braucht es eine gezielte Sensibilisierung für Täterstrategien wie die sogenannte Loverboy-Methode, mit der insbesondere junge Menschen emotional manipuliert und in Ausbeutungsverhältnisse gebracht werden. Da Anwerbung und Manipulation heute häufig über soziale Medien und digitale Plattformen erfolgen, kommt dem digitalen Raum eine besondere Bedeutung zu. Dafür sind qualifizierte Fachkräfte, moderne Präventionskonzepte und eine altersgerechte Aufklärung unverzichtbar.
Die Verlinkung mit dem Kurs erfolgt auf freundlicher Genehmigung des Vereins.
Für den Inhalt ist der BVNM nicht verantwortlich.
Prostitution - eine Arbeit wie jede andere?
Offener Onlinekurs der lpb (Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
Der Kurs
Prostitution ist in Deutschland legal. Ist sie also eine Arbeit wie jede andere? Auffällig ist, dass Prostitution und Menschenhandel oft Hand in Hand gehen. Und weitere Missstände werfen Fragen auf. Hintergründe und Lebensbedingungen der in der Prostitution Tätigen bleiben oft im Dunkeln. Der offene Onlinekurs bringt Licht in die Thematik, um mehr Informationen für eine öffentliche Debatte über Prostitution bereit zu stellen.
Die Verlinkung mit dem Kurs erfolgt auf freundlicher Genehmigung der lpb BW.
Für den Inhalt ist der BVNM nicht verantwortlich.

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