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Berlin, 07.11.2025

PRESSEMITTEILUNG

Die Zeichen stehen auf Veränderung in der Prostitutionspolitik

Namenhafte Politikerinnen und Politiker verschiedener Parteien fordern ein Umdenken hin zum Nordischen Modell

Nachdem Bundestagspräsidentin Julia Klöckner unmissverständlich die unhaltbaren Zustände in der Prostitution bei der Verleihung des Heldinnen Awards der Alice-Schwarzer-Stiftung am Dienstag, dem 04.11.25, angeprangert hat, bekräftigte auch Bundesgesundheitsministerin Nina Warken die Forderung nach dem Nordischen Modell. Michael Brand, Parlamentarischer Staatssekretär im BMBFSFJ, äußerte sich in seinem Grußwort beim Fachdialog des Bundesverbandes Nordisches Modell (BVNM) am Donnerstag, dem 06.11.2025, in der Bundesstiftung Gleichstellung in Berlin ebenfalls kritisch gegenüber der derzeitigen Prostitutionsgesetzgebung. 

 

„Wir begrüßen, dass sich Politikerinnen und Politiker aus der ersten Reihe für das Nordische Modell positionieren und eine klare Haltung und Verantwortungsbewusstsein beweisen“, sagt Simone Kleinert, die Vorsitzende des BVNMs. „Freier üben Gewalt gegen Frauen aus und das Gesetz schützt sie noch dabei. So kann es keinen Tag länger bleiben, wir brauchen das Nordische Modell jetzt“, fordert Kleinert. Das Nordische Modell findet auch bei Parlamentarierinnen anderer Parteien Zuspruch. So befürworteten Jasmina Hostert MdB (SPD), Dr. Anja Weisgerber MdB (CSU) sowie die bayerische Landtagsabgeordnete Kerstin Celina (Bündnis 90/Die Grünen) im Rahmen des Fachdialogs die Einführung einer solchen gesetzlichen Regelung. 

 

Das Nordische Modell sieht die Entkriminalisierung prostituierter Menschen, Unterstützungs- und Ausstiegshilfen für Betroffene, eine generelle Freierstrafbarkeit, ein Verbot des Profitierens aus der Prostitution anderer sowie Präventionsprogramme vor. Schweden, Frankreich, Norwegen, Irland und weitere Länder verfolgen diesen Ansatz bereits seit vielen Jahren mit großem Erfolg. Der Rechtswissenschaftler Dr. Jakob Drobnik stellte beim Fachdialog zentrale Ergebnisse seiner jüngst erschienenen Studie zur Wirkungsweise des Nordischen Modells vor. Sein Ergebnis: Das Nordische Modell funktioniert. Die generelle Freierstrafbarkeit habe zu einem Rückgang des Menschenhandels geführt und die Mehrheit der Bevölkerung unterstütze das Sexkaufverbot. Auch Betroffene könnten im Nordischen Modell besser erreicht werden, um entsprechende Hilfsangebote anbieten zu können. Die Behauptung, das Nordische Modell würde prostituierte Frauen in die Illegalität verdrängen, ist demnach falsch. Das Nordische Modell fördert vielmehr das Vertrauen der Betroffenen in die Polizei und die Soziale Arbeit. 

 

"Die Unsitte mancher deutschen Verbände und Organisationen, sich mit den Forderungen von Profiteuren der Prostitution gemein zu machen, das Nordische Modell kategorisch abzulehnen und so die Männergewalt gegen Frauen im System Prostitution zu verschweigen, muss ein Ende finden," so Kleinert. „Unsere Solidarität gilt prostituierten Frauen und Überlebenden der Prostitution.“ Deshalb stellte der BVNM bei seinem Fachdialog die Stimmen von Frauen aus der Prostitution in den Mittelpunkt. Sie sind die eigentlichen Expertinnen. Ihre Erfahrungen und ihr Wissen müssen bei der Debatte über die Änderung der Prostitutionsgesetzgebung gehört werden – auch in der Expertenkommission, die sich bald mit der Thematik der Prostitution auseinandersetzen soll. 

 

 

 

 

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